Die Erzeugung der Singstimme
Die körperlichen Vorrausetzungen für die Erzeugung der Singstimme sind einem schon von Geburt an gegeben. Dies zeigt sich zum ersten Mal, wenn ein Baby gleich nach der Geburt seinen ersten Schrei macht und ab dann mit jedem Gluckser, Brabbeln und Quietschen. Im ersten Lebensjahr dient die Stimme dann hauptsächlich dazu, sich bemerkbar zu machen und es wird kräftig in allen Nuancen geübt. Ab dem zweiten Lebensjahr kommen dann die ersten Worte und Kinder entdecken viele Möglichkeiten für die Nutzung ihrer Stimme. Auch kann man nun die ersten Gesangsversuche beobachten. Spätestens ab dem dritten Lebensjahr beginnen dann nahezu alle Kinder, erste Liedchen zu singen und nutzen ihre Stimmer immer öfter auch für Melodien und Ähnliches. Doch wie ist es überhaupt möglich zu singen und was sind die Vorrausetzungen für die Erzeugung einer Singstimme?
Wie die Singstimme entsteht
Einfach gesagt wird die Singstimme mit Schall, welcher durch die beiden Stimmlippen über den Mund- und Rachenraum ausgestoßen wird, erzeugt. Genauer gesagt sind die zwei Stimmbänder dafür verantwortlich, die im Kehlkopf und in den Ansatzräumen für eine Erzeugung der Stimme sorgen. Eines der wichtigsten Organe ist somit der Kehlkopf. Gerade bei Männern wird dieser häufig auch nach außen hin sehr deutlich sichtbar in Gestalt des Adamsapfels. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen dient der Kehlkopf als oberer Abschluss für die Luftröhre. Im Kehlkopf selbst befinden sich die Stimmlippen, welche je nach Anspruch mehr oder weniger gespannt sind. Diese Stimmlippen können sogar so weit angespannt werden, dass sie die Luftröhre fast ganz verschließen können. Durch die sogenannte Stimmritze werden die Stimmlippen nun so weit abgespreizt, dass ein ungehindertes Ein- und Ausatmen möglich wird. Die Luft, die im Anschluss daran aus der Lunge wieder ausgestoßen wird, bringt die Stimmlippen zum Schwingen, wodurch dann Töne erzeugt werden. Auf diese Weise wird die menschliche Stimme grundsätzlich erzeugt. Wenn man sich nun jedoch die Erzeugung der Singstimme ansieht, bedarf es natürlich nicht nur einem Ton, sondern einer Vielzahl von unterschiedlichen hohen und tiefen Tönen. Hierbei kommt es dann darauf an, wie stark die Stimmlippen gespannt werden. Sind diese besonders stark gespannt, schwingen sie dementsprechend auch schneller. Daraus resultieren dann hohe Töne für die Singstimme. Im Gegensatz dazu erzeugen relativ entspannte Stimmlippen geringere Schwingungen und somit tiefe Töne. Egal, ob hoch oder tief, sobald die Töne im Kehlkopf entstanden sind, sorgt der sogenannte Vokaltrakt, oder auch die Ansatzräume für eine Veränderung dieser. Heraus kommt die Singstimme, welche man mit den Ohren vernehmen kann und schon vielen Menschen eine Gänsehaut verpasst hat.
Das Zusammenspiel muss stimmen
Damit die Erzeugung der menschlichen Singstimme auch reibungslos verläuft, müssen alle Komponenten wie ein Zahnrad ineinander laufen. Funktioniert auch nur ein Organ nicht nach Plan, kann es zu Schwierigkeiten bei der Bildung der Stimme kommen. Auch eine Überbeanspruchung kann die Organe überfordern und so zu Heiserkeit oder etwas Ähnlichem führen. Gerade Menschen, die Ihre Stimme oft im Gebrauch haben, kann dies schon hin und wieder vorkommen. Betroffen sind in erster Linie Sänger, Redner, Lehrer und auch Politiker. Mit ein wenig Schonung gibt sich das aber meist schnell wieder!
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