Lyrischer und dramatischer Sopran – Eine Stimme, zwei Facetten

Die Stimmlage Sopran gehört zur Oper, wie das Salz zur Breze! Egal, welches berühmte auch nicht so bekannte Stück man nimmt, stets finden sich darin zahlreiche Passagen, die vom Sopran bestimmt werden und so für Gänsehaut sorgen. Dabei sind die Facetten, die der Sopran bietet, sehr vielfältig und können auf die unterschiedlichsten Themen angewendet werden. Je nachdem, welches Thema in der Oper vermittelt werden soll, gibt es zahlreiche Stimmlagen innerhalb des Soprans, die dies auch ohne das sprachliche Verständnis eindrucksvoll an die Zuschauer weitergeben können. So kann der Sopran sowohl eine fröhliche Stimmung verbreiten als auch eine zutiefst traurige. Aus diesem Grund wird die Stimmlage Sopran auch in verschiedene Stimmfächer unterteilt, wobei die meisten Opernsänger meist eines dieser Fächer besonders gut beherrschen.

Der lyrische Sopran für ernste Momente

Wie bereits erwähnt, gibt es einige Stimmfächer innerhalb der Stimmlage Sopran. Eines dieser Fächer ist der lyrische Sopran, welcher gerade für dramatische Szenen perfekt ist. Sopranistinnen, die lyrisch singen, besitzen dabei meist eine schwere Stimme, welche jedoch im Bezug auf dramatische Sopranistinnen noch relativ leicht ist. Nichtsdestotrotz lässt sich mit dem lyrischen Sopran sehr gut eine bestimmte Stimmung während einer Aufführung rüberbringen, sodass das Publikum sofort versteht, was los ist und worum es gerade geht. Wie bei vielen anderen Dingen im Leben auch ist der Übergang zu den anderen Stimmfächern des Sopran jedoch sehr fließend. Oftmals vermuten gerade ungeschulte Menschen hinter dem lyrischen Sopran einen dramatischen und umgekehrt. Wobei wir dann auch schon beim nächsten Stimmfach des Sopran angekommen wären, nämlich dem dramatischen Sopran!

Der dramatische Sopran für die dunklen Momente in der Oper

Sopranistinnen, welche den dramatischen Sopran singen, besitzen meist schon von Grund auf eine sehr schwere Stimme und ein hohes Stimmvolumen. Dies ist auch notwendig, da es gerade in den dramatischen Szenen während einer Oper oftmals auch Instrumental sehr laut wird, und der oder die Sängerin in der Lage sein muss, sich trotzdem noch Gehör zu verschaffen. Ein sehr gutes Beispiel für den dramatischen Sopran ist die Rolle der Isolde in der bekannten Oper „Tristan und Isolde“. Hier ereignen sich einige sehr dramatische Szenen, in denen die Darstellerin schon ein gewaltiges Stimmvolumen benötigt, um das Orchester zu übertönen. Hier bedarf es dann schon einer wahren Könnerin beziehungsweise einem Naturtalent, um in dieser Situation bestehen zu können. Sieht man es jedoch einmal aus der Warte eines Zuschauers, so kann der dramatische Sopran einem schon wahre Schauer über den Rücken jagen. Nicht selten sind diese Szenen die packendsten in der ganzen Oper und bleiben den Zuschauern noch lange im Gedächtnis.

Der Sopran bestimmt die Oper

Egal, ob man nun den lyrischen Sopran oder den dramatischen Sopran nimmt, diese Stimmlage bestimmt die meisten Opern und sorgt oftmals für weltweites Aufsehen. Bei fast allen Gelegenheiten, bei denen Ausschnitte aus Opern gezeigt werden, wird eine Stelle ausgewählt, die vom Sopran beherrscht wird. Im Grunde genommen ist das auch nicht weiter verwunderlich, da der Sopran, wenn er gut gesungen wird, einfach mitreißend ist und fast alle Gefühle vermitteln kann!

Foto: Hasan Shaheed – Fotolia

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