Der Mezzosopran – Ein gutes Mittelmaß
Wer sich über die Oper informiert, stößt dabei ziemlich schnell auf die verschiedenen Stimmlagen, welche von den Opernsängern genutzt beziehungsweise eingesetzt werden. Diese dienen zum einen dazu, bestimmte Stimmungen während der Aufführung zu verdeutlichen und resultieren zum anderen aus den natürlichen Vorgaben der verschiedensten Sänger. Die bekanntesten Stimmlagen sind dabei der Sopran, der Tenor oder auch Alt. Eine gelungene Mischung aus Sopran und Alt stellt hingegen der Mezzosopran dar. Diese Stimmlage wird in der Hauptsache von Frauen gesungen, wie es zum Beispiel auch beim Sopran der Fall ist. Jedoch sind auch junge Knaben in der Lage, einen wirklich guten Mezzosopran zu singen. Egal, ob Frau oder Knabe, in jedem Fall kommt es darauf an, die richtige Mischung aus den beiden Stimmlagen herauszuholen!
Was den Mezzosopran auszeichnet
Der Mezzosopran, oder auch Halbsopran genannt zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass der Stimmumfang geringfügig niedriger ist als bei einem reinen Sopran. So reichen die Noten eines Soprans von c bis a, während der Mezzosopran sich im Bereich zwischen g und f bewegt. Auch die Klangfarbe des Mezzosoprans ist um einige Nuancen tiefer als die des reinen Soprans. Viele Menschen bevorzugen den Mezzosopran gegenüber dem reinen Sopran oder der reinen Alt Stimmlage, da der Mezzosopran eine sehr große Vielfalt an Tönen bietet, vor allen Dingen in der Mittellage. Für den Sänger bedeutet dies zahlreiche Möglichkeiten. So kann sich der Opernsänger je nach Talent oder Ausbildung dazu entscheiden, den Mezzosopran eher in den höheren Lagen, quasi in Richtung Sopran zu singen, oder aber ins Gegenteil gehen und den Mezzosopran in Richtung Alt singen und somit die tieferen Lagen nutzen. Gerade für die Sänger ergeben sich daraus vielseitige Einsatzmöglichkeiten, aber auch der Komponist kann den Mezzosopran sehr gut für zahlreiche Szenen nutzen. Aus diesem Grund findet sich die Stimmlage Mezzosopran auch in einigen Opern wieder und sorgt dort für stimmungsvolle Momente.
Bekannte Opern
Eine der bekanntesten Opern ist hier „Carmen“ von Georges Bizet. Hier wird der Mezzosopran sogar von der Hauptrolle, also Carmen genutzt, was eindrucksvoll beweist, wie facettenreich der Mezzosopran ist. Selbstverständlich endet hier die Liste der Opern noch lange nicht. Auch der berühmte Richard Strauss hat für seine Opern den Mezzosopran genutzt, wie zum Beispiel bei „Der Rosenkavalier“, wo die Figur Octavian in dieser Stimmlage singt. Weitere sehr gute Beispiele sind „Aida“ und „Le nozze de Figaro“, welche beide ebenfalls den Mezzosopran im Programm haben. Natürlich lässt sich die Liste der Berühmtheiten im Bereich Mezzosopran nicht nur auf die Opern selbst beschränken, sondern kann auch auf die Sänger umgemünzt werden. Einige der bekanntesten Opernsängerinnen haben den Mezzosopran zu ihrem Favoriten gemacht und sind damit zu Weltruhm gekommen.
Die Feinheiten machen den Unterschied
Gerade in der Welt der Oper beziehungsweise generell im Bereich Musik, spielen die Feinheiten oftmals eine sehr wichtige Rolle. Wie langweilig wäre zum Beispiel gerade die Oper, wenn es nicht die Ausnahmen von der Regel gäbe? Durch den Einsatz des Mezzosoprans lässt sich eine sehr gute und eigene Richtung einschlagen, welche der Oper in jedem Fall Individualität verschafft!
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